Schatzsuche und TCVM

07.12.2025

Nachdem ich letztes Wochenende endlich meine Abschlussprüfung für den Tierheilpraktiker absolviert habe (Ergebnis noch nicht bekannt), kann ich mich jetzt auf meine weiterführende Ausbildung in der Traditionellen Chinesischen Veterinär-Medizin (TCVM) konzentrieren. Ich absolviere die Ausbildung bei Tina Doxtader. Nach einigem Vergleichen und Recherchieren bietet sie mir einfach eine Ausbildung, die sowohl fundiert ist als auch nach meinem Geschmack. Ich würde behaupten, dass diese Ausbildung für mich einfach nur perfekt ist. Da finde ich auch die recht hohen Kosten gerechtfertigt. Schließlich möchte ich am Ende dieser Weiterbildung endlich in der Lage sein, mein Wissen wirklich anbringen zu können und Tieren helfen. Beim Tierheilpraktiker war das ja leider nicht der Fall. Ich habe zwar das Gefühl, ein paar Grundlagen zu haben, würde mich aber definitiv noch nicht trauen, einen kranken Tier zu helfen.

Ich habe jetzt schon die ersten drei Unterrichtseinheiten absolviert und bin total begeistert. Ich verstehe die Zusammenhänge und habe nicht mehr das Gefühl, als würde mir diese chinesische Denkweise völlig fremd, sozusagen chinesisch, sein.

Aber bis ich zur ersten echten Anwendung komme, wird es wohl noch ein bisschen dauern. Momentan sind wir bei den Grundlagen, also Yin und Yang, die Meridiane und Qi.

Bei Lukas war ich dieses Wochenende natürlich auch wieder. Letztes Wochenende musste er ja auf mich verzichten (deshalb auch kein Blogeintrag). Nachdem ich ja zuletzt mit der Nasenarbeit angefangen habe, habe ich dieses Wochenende beschlossen, mit dem Tracking zu beginnen. Tracking meint in diesem Fall, dass ich einen „Schatz“ für Lukas vergrabe, den er suchen muss, indem er meiner Spur folgt. Der Schatz bestand aus einem kleinen Beutel voller Leckereien: Apfel, Möhre und ein paar Leckerli. Ich habe ihn auf dem Roundpen dicht unter der Oberfläche vergraben, sodass ein kleines Stück herausgeragt hat, was man zwar kaum sieht, was er aber erschnüffeln konnte.

Den Startpunkt markiert ein Stück Stoff, von dort aus führt die Spur direkt zum Schatz. Die größte Herausforderung bestand für mich erst mal darin, alle Utensilien zusammenzusuchen und dann nicht versehentlich meine Spur zu verwischen, indem ich an der Stelle des Schatzes zu viel herumlaufe. Zum Glück liefert das Buch „Scent Work for Horses“, das ich mir gekauft habe, gute Hinweise, wie man startet. Der erste Schatz befand sich ca. 40 cm schräg rechts oberhalb des Startpunktes.

Lukas durfte diesen am Freitagabend suchen. Zuerst hat er nicht kapiert, was er machen soll, es war wahrscheinlich mehr Zufall, dass er den Schatz gefunden hat. Aber er hat sich so darüber gefreut – und diese Freude konnte man ihm wirklich ansehen – dass er danach noch eine ganze Weile weitergesucht hat.

Heute habe ich das wiederholt. Diesmal lag er Schatz etwa 40 cm schräg links oberhalb des Startpunktes. Heute hatte ich auch ein kleines Handtuch als Startpunkt dabei (fragt lieber nicht, was am Freitag mein Startpunkt war). Ich habe Lukas zum Startpunkt geführt und ihn mit „Such“ aufgefordert, mit der Suche zu starten. Er hat das Handtuch abgeschnüffelt, aber dann wieder den Kopf gehoben. Ich hatte das Gefühl, als fragt er mich, was er tun soll. Ich habe ihn einfach mal gelassen. Nach einer kleinen Weile hat er tatsächlich angefangen, der Spur zu folgen und dann auch gleich den Schatz gefunden. Diesmal war schon recht viel Sand in meinem Beutel, das hat ihm nicht so richtig gut geschmeckt. Außerdem lag ein Haferkeks drin, den er gleich wieder ausgespuckt hat (so viel zu meinen Backkünsten). Ich glaube, deshalb fand er den Schatz heute nicht ganz so toll. Die Suche selbst mag er aber, denke ich. Das werden wir ja nächste Woche sehen.

Auf Instagram poste ich mal ein Video vom Versuch heute, da könnt ihr sehen, wie das aussieht.

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