28.09.2025
Nachdem ich letzte Woche wegen einer Familienfeier nicht bei Lukas sein konnte, war ich gespannt, wie er auf mich reagieren würde. Doch diesmal hat er mir meine Abwesenheit nicht übel genommen und hat direkt gut mitgearbeitet.
Medical Training konnten wir diesmal leider nicht machen. Sowohl am Freitag als auch am Sonntag war am Stall einfach zu viel los. Es fällt ihm sowieso schon schwer, sich zu entspannen und ruhig zu bleiben (nicht zwingend gleichzeitig), da wollte ich es ihm nicht unnötig schwerer machen. Also habe ich ihn mir am Freitag geschnappt und wir sind erst ein wenig auf den Platz gegangen. Weil es dort zu matschig war, haben wir spontan auf Spaziergang umgestellt. Zum Glück geht das mittlerweile wieder, wenn auch nur die Mini-Runde um den Bach. Aber die sind wir dann gleich zweimal gelaufen, das war auch eine kleine Strecke.
Am Samstag wurde der Round Pen – oder sollte ich sagen: das Behelfsschwimmbad – entwässert, sodass wir heute dorthin gehen konnten. Der Boden war zwar feucht, an manchen Stellen auch nass, aber zumindest war er fest genug, um nicht rutschig zu sein oder mehrere Zentimeter weit einzusinken.
Wir haben heute wieder außen an den Pylonen vorbeigehen geübt. In meiner Vorstellung trabt Lukas locker im Viereck um die Pylonen herum. In der Realität fällt es ihm sogar im Schritt sehr schwer, seine Spur zu halten und nicht ständig die Hütchen umzulaufen. Traben konnten wir nur jeweils ein paar wenige Schritte, zu mehr war er nicht zu motivieren. Dabei weiß ich, dass er sich eigentlich viel mehr bewegen müsste, um sein Herz-Kreislauf-System und den Bewegungsapparat fit zu halten. Das ist nur sehr schwer, wenn er sich durch Druck überhaupt nicht und mit positiver Verstärkung nur sehr schwer motivieren lässt. Falls hier jemand eine Idee hat, gerne her damit.
Zwischendurch haben wir zur Auflockerung ein paar einfache Freiarbeitsübungen gemacht:
- – Zu mir kommen
- – Rückwärts von mir weggehen
- – Vorhandwendung
- – Hinterhandwendung
- – Seitenwechsel
Das hat ziemlich gut geklappt. Ich war zufrieden. Nach etwa 40 Minuten auf dem Platz sind wir noch ein bisschen grasen gegangen. Da im Ort heute ein großes Fest stattfindet, wollte ich unseren Spaziererfolg lieber nicht auf die Probe stellen und bin in der Nähe des Stalles geblieben.
